Hera


Hera
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Tochter des Kronos* und der Rheia*, Schwester und Gattin des Zeus*, Mutter des Ares*, des Hephaistos*, der Eileithyia* und der Hebe*, in Rom mit Iuno* gleichgesetzt als Schützerin des Hauses und der Ehe. Als solche nahm sie die zahlreichen Seitensprünge ihres Göttergatten sehr übel und verfolgte seine zeitweiligen Gespielinnen und deren Nachkommenschaft mit ihrem Haß, zum Beispiel Alkmene* und Herakles*, Io* und Kallisto*, Leto* und Semele*. Den Trojanern war sie böse, weil Paris* nicht sie, sondern Aphrodite* als die schönste Göttin bezeichnet hatte. Um zugunsten der Griechen in den Kampfeingreifen zu können, brachte sie es sogar über sich, Zeus zu verführen, obwohl er ihr damals »in der Seele verhaßt« war: Sie salbte sich mit Ambrosia, kämmte sich, flocht ihre Locken, gürtete sich mit einem Gürtel, von dem hundert Quasten baumelten, legte ihre Perlenohrringe und einen herrlichen Schleier an und borgte sich dann, um ganz sicher zu gehen, mit einer leidlich glaubhaften Ausrede den Büstenhalter der Aphrodite* aus, der durch mächtigen Zauber unweigerlich Liebe weckt. Außerdem versicherte sie sich der Hilfe des Schlafgotts, indem sie ihm eine der Charitinnen* zur Frau versprach. Dann erst begab sie sich zu Zeus auf den Ida, berückte den auf der Stelle Ver-
liebten und ließ ihn dann sanft einschlummern (Ilias XIV 153–352). Eine Metope des Tempels E von Selinunt zeigt Hera, wie sie vor Zeus, der verlangend den Arm ausstreckt, ihren Schleier hebt (um 460 v. Chr.; Palermo, Museo Archeologico Nazionale); die gleiche Szene fand sich als Wandgemälde im Haus des tragischen Dichters in Pompeji (Kopie nach einem Original des 3. Jahrhunderts v. Chr., Neapel, Museo Archeologico Nazionale). Annibale Carracci griff das Thema um 1600 auf (Jupiter und Juno, Rom, Galleria Borghese), andere Maler zogen die Geschichten von Io* und Argos* oder den Gang der Hera in die Unterwelt vor.

Who's who in der antiken Mythologie. 2013.

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